LV der LM Schlesien veranstaltete erneut Eisbeinessen
Für den 23.November hatte der LV der Schlesier zum Eisbeinessen in die „Alte Säge“ in Dorf Wehlen eingeladen. Die Veranstaltung fand zum zweiten Mal statt und mit einer Teilnehmerzahl von reichlich 30 Personen nahmen mehr als doppelt so viele Interessenten wie im Vorjahr das Angebot an. Nicht nur Vorstands- und Einzelmitglieder waren gekommen, auch „nichtorganisierte“ Schlesienfreunde ließen sich die Veranstaltung nicht entgehen. Besonders freuen konnten wir uns über einige Breslauer Gäste. Auch der Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse, der selbst schlesische Wurzeln hat, schaute bei uns vorbei.
Nach einer kurzen Begrüßung der Anwesenden durch unser Mitglied und Hausherren Falk Pusch bestellten alle ihre Favoriten aus der reichhaltigen Karte. Das Eisbein wurde am häufigsten gewählt, gibt es doch der Zusammenkunft den Namen. Im Anschluß gab es einen „Kirchwin“ zum Verdauen (Waldenburger Magenbitter) und die Teilnehmer kamen miteinander ins Gespräch. Viele Möglichkeiten grenzüberschreitender Projekte wurden erörtert. Ein gutes Beispiel zeigten einige Gäste mit einer Kurzpräsentation ihres Projektes „Friedhof in Sybillenort“ bei Breslau. Ja, genau an dem Ort, wo der letzte sächsische König nach seiner erzwungenen Abdankung seine letzten Lebensjahre verbrachte, konnte der völlig verwilderte, geplünderte, zerstörte Friedhof wieder sichtbar gemacht werden. Einige Freunde Schlesiens nahmen Kontakt zum örtlichen Pfarrer auf, erläuterten ihm ihre Idee, gewannen sein Vertrauen und organisierten über soziale Netzwerke einen Arbeitseinsatz. Auch ein Mitglied unseres Landesverbandes nahm daran teil. Dabei befreite man den Friedhof von Wildwuchs, gefundene Grabsteine wurden freigelegt und teilweise wieder aufgestellt, die Grabanlagen wieder sichtbar gemacht. Eine aufgebrochene und eine überbaute Gruft kamen zum Vorschein und konnten gesichert werden. Die Friedhofs-Aktion hat sich herumgesprochen. Inzwischen liegen Anfragen von weiteren Orten vor, die ihren vergessenen Gottesacker herrichten möchten. Einen traurigen Eindruck machen die noch stehenden Teilgebäude von Schloß Sybillenort mit seinem Park. Das Schloß ist in unbekanntem Privatbesitz- der Park gehört der Gemeinde und könnte mit einem hohen finanziellen Aufwand wiederhergestellt werden. Vielleicht geben wir als sächsische Schlesier einen Impuls zur Wiedererweckung dieser historischen Stätte? Das Beispiel des Friedhofes zeigt, was außerhalb von landsmannschaftlichen Strukturen und mit Hilfe der „sozialen Medien“ möglich ist. 
Eine Vernetzung der verschiedenen Gruppen sollte angestrebt und möglich werden. Dieser Abend könnte der Beginn dazu sein. Ashampoo_Snap_2019.01.07_08h32m36s_022_Wir werden jedenfalls mit dieser Gruppe in Verbindung bleiben und versuchen, das ein- oder andere Projekt mit zu unterstützen. Aus unserer Sicht war es eine gelungene Veranstaltung. Der Landesverband konnte an dem Abend ein neues Mitglied in seinen Reihen begrüßen, die Gemeinschaft unter den Mitgliedern wurde gefördert und die Perspektive für künftige Arbeiten erweiterte sich erheblich.
Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Veranstaltungsformates im kommenden Jahr.

F. Scholz 2018

 

 

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