Rundbrief 4/ 2017                             Dresden, 27.10.2017

Liebe Mitglieder der Orts- und Kreis- und Stadtgruppen des Landesverbandes Sachsen/ Schlesische Lausitz, liebe Einzelmitglieder!


Nun halten Sie schon den letzten Rundbrief des Vorstandes in diesem Jahr in den Händen. Es geht mit großen Schritten dem Jahresende zu. Was gibt es Neues?
Die Bundestagswahl liegt hinter uns, die Ergebnisse haben zu großen Turbulenzen geführt. Die bisherigen „etablierten“ Parteien haben verloren, bei uns in Mitteldeutschland drastischer als im Westteil. Die AfD kam erstmals in den Bundestag, trotz massiver Anfeindungen. In Sachsen ist sie stärkste Kraft geworden. Ein Nachdenken der Regierenden ist bisher nicht zu erkennen, Fehler gesteht man nicht ein. So wird in unserm Land zukünftig wohl auch noch die grüne Partei mitregieren. Was daraus folgt, kann sich jeder selbst ausrechnen. Ein Respektieren des Wählerwillens ist daraus nicht zu schließen. Einzig unser sächsischer Ministerpräsident hat die Zeichen der Zeit erkannt und Konsequenzen gezogen.
Am 10. September konnten wir im Sächsischen Landtag erneut den Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begehen. Es war eine feierliche, eindrucksvolle Veranstaltung. Leider fand auch diesmal kein hochrangiger sächsischer Politiker den Weg zu dieser Gedenkfeier. Und in der Öffentlichkeit fand der Tag erneut kaum Widerhall, sieht man von einer sekundenlangen MDR- Meldung ab. Mitglieder der LM Schlesien erfüllten an diesem Tag, gemeinsam mit weiteren Freiwilligen, wieder Ordnertätigkeiten.
Am 02.09.17 nahmen einige Mitglieder und Freunde unserer Landsmannschaft an einem interessanten Stadtrundgang in Görlitz teil. Nach einem guten Mittagessen konnten wir uns reichlich zwei Stunden lang von der Schönheit der Stadt überzeugen. Geplant war auch ein Treffen mit Vertretern der Stadt, um interessierende Fragen zur Pflege der schlesischen Identität durch den Rat zu besprechen. Leider fand sich kein Gesprächspartner, was dem zeitgleich stattfindenden „Tag der Sachsen“ geschuldet war. Die Teilnehmer des Stadtrundganges einigten sich dann darauf, die Fragen schriftlich an den OB von Görlitz einzureichen, was zwischenzeitlich geschehen ist. Wir hoffen nun auf eine Antwort des Stadtoberhauptes und werden diese in der Zeitschrift des LVS veröffentlichen. Der Vorstand der LM wandte sich ebenfalls schriftlich an die „Landskron Brauerei“ in Görlitz, um den Grund für das Verschwinden des „Schlesier- Bieres“ zu erfahren. Wir als Vorstand möchten ganz bewußt auf den Teil Schlesiens aufmerksam machen, der sich noch auf deutschem Boden befindet. Diesen Teil wollen wir besonders im Auge behalten, damit der schlesische Charakter des Gebietes gestärkt wird und Traditionen nicht verschwinden. Es gibt leider genug Schlesien- Leugner, die am liebsten die sächsische Verfassung vom schlesischen Bestandteil säubern würden.
Am 02. und 03. Oktober durfte ich als Gast am 40. Landeshuter Kreisheimattreffen teilnehmen. Die Eröffnung fand in der Patenstadt Wolfenbüttel statt. Die offiziellen Feierlichkeiten setzten sich dann in Landeshut fort. Es war berührend, wie die ehemaligen Bewohner der Stadt und des Kreises Landeshut von den offiziellen Vertretern der Stadt empfangen wurden, welche Wertschätzung sie erfuhren. Das Treffen war ausgezeichnet organisiert und enthielt viele kulturelle Höhepunkte. Mich hat besonders die Rathausführung, der Empfang im Webereimuseum, das Orgelkonzert in der Gnadenkirche und das Totengedenken am Gedenkstein auf dem ehemaligen Friedhof beeindruckt.
Einige jüngere Mitglieder unserer Landsmannschaft trafen sich am 06.10. zu einem „Arbeitsessen“ in Wehlen. Bei einem deftigen Eisbein wurden Ideen für die Arbeit der LM im neuen Jahr ausgetauscht. Außer an den feststehenden Veranstaltungen innerhalb des LVS sollen auch einige andere Vorhaben geprüft werden. 2018 findet wieder das Fest der Deutschen Minderheit in der Breslauer „Jahrhunderthalle“ statt. Hier könnte man eine gemeinsame Busfahrt von Mitgliedern der LM und anderen Interessenten planen.  Inzwischen liegt auch eine Einladung zu einem Erntedankfest in einer Gemeinde bei Guhrau vor. Hier könnten wir uns auch eine Beteiligung vorstellen, da es Verbindungen einiger Mitglieder dorthin gibt. Weitere Anregungen gab es für einen gemeinsamen „Kochabend“, an dem die jeweiligen schlesischen Lieblingsgerichte präsentiert werden und zu einem Adventsausflug.
Werben möchte ich erneut für einen Besuch des Schlesischen Museums in Görlitz. Seit dem 02. September zeigt es eine Sonderausstellung „175 Jahre Eisenbahn in Schlesien“ zur Entwicklung des Eisenbahnnetzes in Schlesien und dem daraus folgenden Aufschwung von Industrie und Fremdenverkehr. Die Ausstellung läuft noch bis zum September 2018.
Vielleicht suchen Sie auch in diesem Jahr wieder ein wertiges Weihnachtsgeschenk. Dafür eignet sich der „Schlesische Weihnachtstaler“ besonders. In diesem Jahr zeigt er das am Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Schloß Fürstenstein bei Waldenburg. Der Taler aus Feinsilber 999, einem Durchmesser von 35 mm und 15 g Gewicht kostet mit Echtheitszertifikat 39,90 zzgl. Versandkosten. Unter anderem ist er beim Goldammer Verlag (Erlbacher Str. 102, 91541 Rothenburg o.d. Tauber), dem Herausgeber von zahlreichen Heimatzeitungen, erhältlich.
Am 23. November hält Herr Prof. Schirotzek einen Vortrag zur Siedlungsgeschichte der Deutschen im östlichen Europa. Ort: ASB- Begegnungszentrum „Prager Zeile“ in Dresden,St. Petersburger Str. 32. Bitte merken Sie sich auch schon den 24.03.2018. An diesem Tag wollen wir unseren jährlichen Landesverbandstag in Freiberg abhalten.                                                                                   
Heimatliche Grüße
                                                                                       
Friedemann Scholz                                                                                                                       
Vorsitzender

 

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